Moscheen in Istanbul
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Sultanahmet Moschee
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In Istanbul befinden sich circa hundert Moscheen, darunter sowohl monumentale wie auch einfache. Ausser zu den Gebetszeiten können Sie sie jeder Zeit besuchen. Die Schuhe müssen am Eingang ausgezogen werden (nehmen Sie Ihre Schuhe mit rein). Für die Damen ist Kopfbedeckung erforderlich.
Unter ihnen sind zahlreiche architektonische Besonderheiten aufweisende Moscheen. Um einige Beispiele zu erwaehnen;
Sultanahmet Camii (Blaue Moschee)
Die bekannteste Moschee der Stadt. Sie liegt gegenüber der Ayasofya (Haghia
Sophia) in all ihrer Pracht. Mit der Ansicht ihrer eleganten Minarette,
Kuppeln und Halbkuppeln wirkt sie beieindruckend. Die Moschee wurde zwischen
1609 und 1616, zur Herrschaftszeit des Sultan Ahmet, von dem Architekten
Sedefkar Mehmet Ağa, einem Schüer des berühmten Sinan, gebaut. Ursprünglich
war die Moschee Teil eines grossen Baukomplexes, der aus Koranschulen, Brunnen,
Spital, Hamam, Geschaeften, Miethaeusern und Graebern bestand. Erhalten
geblieben aus dem ehemaligen Komplex sind nur die Grabmaeler, der Arasta
genannte neu renovierte Bazar, und das in eine Teppich-und Kelim-Galerie
umgebauter Hünkar Hamam. Die Moschee verdankt ihren Namen Blaue Moschee ihren
wunderschönen blauen Kacheln aus der dafür berühmten Stadt İznik. Waehrend der
Saison sind Licht und Ton Vorstellungen zu sehen.
Eyüp Camii (Eyüp Moschee)
Eine der beliebtesten Moscheen in Istanbul. Pilgerstaette für die
türkischen Muslime. Sie wurde zu Ehren von Eyüp dem Begleiter des Propheten,
der waehrend dem islamischen Angriff Constantinopels 670 ermordet worden war,
1458 vom Sultan Mehmet dem Eroberer gebaut. Die erste Moschee, die nach der
Eroberung der Stadt von den Türken errichtet wurde. Im 19. Jhd. wurde sie
gaenzlich und diesmal im Barokstil renoviert. Der Auftraggeber war Sultan Selim
III. Es ist ein bedeutender Wallfahrtsort für die türkischen Muslime. Die
muslimischen Familien bringen ihre Söhne hierher, um vor ihrer Beschneidung zu
beten. Freitags, zur Zeit des Mittagsgebetes, ist es immer voll. Sie werden
auch über die grosse Zahl der Bettler sehr überrascht sein. Die Eyüp Moschee
liegt unweit von den einstigen Stadtmauern beim Goldenen Horn. Auf dem Hügel
hinter der Moschee befindet sich das Kaffeehaus Pierre Loti, wo Sie mit
einmaligem Blick auf das Goldene Horn türkischen Kaffee trinken oder
Wasserpfeife rauchen können.
Fatih Camii (Fatih Moschee)
Die imperiale Moschee des Sultan Mehmet dem Eroberer wurde zwischen 1463 – 1470
gebaut. Sein Grabmal befindet sich ebenfalls hier. Sie liegt auf einem der
sieben Hügel der Stadt. Ihr Ausmass ist kolossal. Sie wurde 1765 bei einem Erdbeben
zerstört und erlitt mehrmalige Veraenderungen. Die Moschee gehört zu einem
Baukomplex, der aus Koranschulen, Krankenhaus, Karavanserail, Bad und
Bibliotheken besteht.
Mihrimah Sultan Camii (Mihrimah Sultan Moschee)
Gebaut von der Tochter des Sultan Süeyman dem Praechtigen und Gattin des
Grosswesir (des damaligen Ministerpraesidenten), Mihrimah, ist diese Moschee
ein Meisterwerk des berühmten Architekten Sinan. Sie wurde zwischen 1660 – 1665
bei den Stadtmauern der alten Stadt Richtung Edirnekapi gebaut. Der Innenraum
wird durch vier grosse Pfeiler geteilt, die die grosse Kuppel und drei weitere
Halbkuppeln tragen. Die Waende mit ihren 161 Fenstern lassen das Tageslicht
hinein und erwecken damit den Eindruck eines sprituellen Aufstiegs.
Nuruosmaniye Camii (Nuruosmaniye Moschee)
Eine im Barokstil gebaute Moschee in Cağaloğlu. Sie bildet einen Wendepunkt in
der Architektur der Moscheen und gibt einem der Haupteingaenge des Kapali
Çarşi (Gedeckter Bazar), der unweit von ihr liegt, den Namen.
Ortaköy Camii (Ortaköy Moschee)
Diese auf dem gleichnamigen Platz liegende im osmanischen Barokstil von dem
Architekten Nikogos Balyan 1854 für den Sultan Abdümecit errichtete Moschee
stellt eine wunderschöne architektonische Synthesis dar. Die Moschee ist auch
unter dem Namen Büyük Mecidiye Camii bekannt. Links von der Moschee befindet
sich die zweistöckige Gebetsstelle mit den Minaretten des Sultan (Hünkar
Mahfili). Der Kai vor der Moschee wurde gebaut, um dem Sultan zu
ermöglichen, die Moschee vom Bosporus aus zu erreichen. An den Waenden der
Moschee sind schöne Beispiele der Kaligraphie Kunst, die von dem Sultan
höchstpersönlich angefertigt wurden. In der Umgebung der Moschee befinden sich
die griechisch orthodoxe Kirche Ayis Fokas, die armenisch gregorianische Kirche
Surp Asdvadzadzin und die Synagoge Etz ha-Hayim. Sie symbolisieren die
friedliche Koexistenz verschiedener ethnischer Kulturen. Seit den 80'er Jahren
ist der Ortaköy Platz ein beliebter Treffpunkt für junge Leute, Künstler
und Intellektuelle.
Rüstem Paşa Camii (Rüstem Paşa Moschee)
Der Baukomplex der Moschee besteht aus vier Koranschulen (Medrese),
einer Medizinschule, einem türkischen Bad, den Küchen und einem Armenasyl. Ein
einmaliges Kunststück der osmanischen Baukunst.Sie wurde von dem berühmten
Architekten Sinan 1561 für den Grosswesir und Schwiegersohn des Sultan Süeyman
des Praechtigen gebaut. Der Innenraum ist bedeckt mit Kacheln aus Iznik.
Sokullu Mehmet Paşa Camii (Sokullu Mehmet Pascha Moschee)
Die Moschee wurde im 16. Jhd. auf einem steilen Hang eines unebenen
Grundstücks bei Sultanahmet gebaut. Sie ist eine der schönsten
Beispielen der türkischen Baukunst und eines der Meisterwerke von Sinan. Der
Innenraum ist mit bewundernswerten blauen, grünen und roten Kacheln aus İznik
bedeckt.
Süeymaniye Camii (Süeymaniye Moschee)
Die grosse Kuppel und die vier elegante Minarette mit ihren 10 Balkons (was
darauf hinweist, dass Süeyman der vierte Herrscher seit der Eroberung
Istanbuls und der zehnte Sultan osmanischer Dynastie war), überragt die
westliche Küstenlinie des Goldenen Horns. Diese Moschee, die die schönste aller
kaiserlichen Moscheen ist, wurde zwischen 1550 und 1557 von dem berühmten
osmanischen Architekten Sinan gebaut. Der auf einem Hügel liegende Bau zieht
durch sein gewaltiges Ausmass die Aufmerksamkeit an. Im Inneren sind das Mihrab
(Rednerpult) und Mimbar (Kanzel) aus fein bearbeitetem weissen Marmor.
Licht strömt durch bunte Fenster in den weitraeumigen Gebetsraum unter einer 53
m hohen Kuppel. Vereinigung der Aesthetik und Spiritualitaet. Die Grabmaeler
des Sultans und seiner Gemahlin Hürrem oder Roxane befinden sich in den Gaerten
dieses Baukomplexes. Unweit von ihnen liegt das Grab von Sinan dem Architekten.
Die perfekten Proportionen der Moschee sind am besten aus der Entfernung zu
betrachten.
Yeni Cami (Die Neue Moschee)
Diese zwischen 1597 und 1663 gebaute Moschee überragt Eminönü. Ein Beispiel für
die spaete osmanische Baukunst. Die pyramidenförmig aufeinander liegenden
Kuppeln und Halbkuppeln stammen aus einem Entwurf von einem Schüer des
berühmten Architekten Sinan. Der Balkon des Sultans ist ein einmaliges
Kunststück der Kachelkunst aus Iznik. Die harmonische Silhoutte dieser Moschee
ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Der Vorhof der Moschee ist
der Treffpunkt aller Tauben Istanbuls, die Sie füttern können. Zu diesem Zweck
werden naemlich Samen verkauft. Sie können den benachbarten offenen Bazar
besuchen. Verpassen Sie auf keinen Fall einen Blick auf den aegyptischen Bazar
zu werfen (Gewürzbazar Misir Çarşisi), der gleich neben der Moschee
liegt und in damaliger Zeit zwecks ihrer Finanzierung errichtet worden war.
Nusretiye (Tophane) Camii (Nusretiye/Tophane Moschee)
Im Bezirk von Tophane gelegen, gebaut im osmanischen Reichstil des 19.
Jahrhunderts, ist diese Moschee eher unter dem Namen die Moschee von Tophane
bekannt. Sie ist ein Meisterwerk der berühmten Architekten-Familie Balyan.
Im gepflasterten Hof ist ein Waschbrunnen mit zwölf Wasserhaehnen, getragen von
zehn Saeulen. Das Innere der Moschee ist mit Kaligraphien geschmückt, die Werke
damaliger berühmter Künstler sind. Die Kuppel betont den pompösen Stil dieses
mit Flachreliefs aus mit Goldblaettern bedecktem Holz dekorierten Gebaeudes. Mihrab
(Rednerpult) und Mimbar (Kanzel) sind aus reichlich verziertem Marmor.
Dolmabahçe Camii (Dolmabahçe Moschee)
Diese am Bosporus südlich des Dolmabahçe Palastesgebaute
Moschee im Barokstil, ist ein Meisterwerk des berühmtem Architekten Balyan. Sie
gehört zum Baukomplex des Palastes und diente dem Sultan als Gebetsstaette. Die
kreisförmige Anordnung der Fenster ist einem Pfauenschwanz aehnlich, was ein
ausserordentliches Merkmal darstellt. Die Minarette haben beide eine Galerie.
Die Verzierung des Innenportals ist eine Mischung aus Barok und osmanischem Reichstil.
Ein wertvoller Leuchter gegenüber dem Rednerpult ist, wie die Kanzel, aus
Marmor.


