Beylerbeyi Palast
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Foto: Şemsi Güner
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Çayırbaşı Durağı, Beylerbeyi
Tel: (0216) 321 93 20
Geöffnet taeglich von 9.30 -17.00 Uhr. Montags und donnerstags geschlossen.
Eintrittspreis: 8 TL, Studenten: 1 TL
Von der Bosporus-Brücke aus haben Sie sicherlich einen eleganten Marmorbau im Rokokostil inmitten eines mit Wasserbecken umgegebenen Gartens bemerkt. Es ist der Sommerpalast osmanischer Sultane, der Beylerbeyi Sarayi. Besichtigung nur mit Führung. Danach empfehlen wir Ihnen einen Spaziergang entlang dem Bosphorus, anschliessend ein Glas Tee am Meer. Sollten Sie noch Zeit haben, dann sehen Sie sich auch die Beylerbeyi Moschee an.
Beylerbeyi, das auf asiatischer Seite liegt, wird seit byzantinischer Zeit bewohnt. Nach dem berühmten Wanderer aus dem 18. Jhd., İnciciyan, liess hier der Kaiser Konstantin der Grosse ein Kreuz errichten. Danach wurde dieser Ort Kreuzgaerten genannt. In osmanischer Zeit gehörte diese Gegend den osmanischen Sultanen. İnciciyan berichtet, der Name Beylerbeyi kaeme von Mehmet Pascha, der den Titel Beylerbeyi (Oberstatthalter) trug und hier ein Landhaus bauen liess.
Die Sultane liessen hier mehrere Landhaeuser und Gartenhaeuschen errichten. 1829 baute Sultan Mahmut II einen hölzernen Palast am Meer. Nachdem dieser niedergebrannt wurde, liess 1865 Sultan Abdüaziz den heutigen Palast an seiner Stelle bauen. Eine architektonische Phantasie inmitten eines Magnoliengartens.
Einige Informationen über den Beylerbeyi Palast:
Der von dem berühmten osmanischen Architekten Sarkis Balyan entworfene Bau diente den osmanischen Sultanen als Sommerpalast und spaeter als Residenz für die auslaendischen Gaeste. Unter anderen beherbergte der Palast den Prinz von Serbien, den König von Montenegro, den Schah vom Iran und Kaiserin Eugénie von Frankreich. Der abgesetzte Sultan Abdüaziz II lebte seine letzte 6 Monate hier und starb 1918.
Das Innere des Palastes stellt eine Synthese verschiedener Kunstrichtungen aus dem Osten und Westen dar. Die Anordnung der Raeume hingegen entspricht der der traditionellen türkischen Haeuser mit einem zentralen Raum in der Mitte und sich zu diesem Raum öffnenden Raeumlichkeiten. Die Ausstattung von dem Selamlik gennanten, den Maennern bestimmten öffentlichen Teil ist besser als die des Harems. Einen Esssaal als separaten Raum gibt es im Topkapı Palast nicht. Dieser machte seinen Eintritt ins taegliche Leben der Osmanen erst mit dem Beylerbeyi Palast.
Der Palast besteht aus zwei Stockwerken und einem Erdgeschoss mit den Küchen und Dienstraeumen. Er verfügt über drei Eingaenge, sechs offizielle Saele und 26 kleinere Raeumlichkeiten. Der Boden ist mit Strohmatten aus Aegypten bedeckt, die die Bewohner vor Feuchtigkeit im Winter und Hitze im Sommer schützen. Darauf sind grosse Teppiche und Kelims, die meisten aus Hereke. Einmalige Kronleuchter aus bohemischen Kristallen, französische Pendeluhren, Vasen aus chinesischen, japanischen, französischen und türkischen (Yıldız) Porzellanen sind unter den Prachtstücken zu erwaehnen, die den Reichtum der Gegenstaende ausmachen.
Ein weiteres Merkmal, das dem Beylerbeyi Palast von den anderen zeitgenossischen osmanischen Palaesten unterscheidet, ist der terassenartig ausgestattete Garten auf dem Hügel hinter dem Gebaeude. Es gibt zwei Gartenhaeuser auf diesen Terassen; der Sarı Köşk (Gelbe Kiosk) an einem Wasserbecken auf der oberen Terasse und der Mermer Köşk (Marmorkiosk) mit seinem Brunnen im Inneren und seinen Marmor bedeckten Waenden, die einem angenehme Kühle anbieten, selbst in der grossen Hitze im Sommer. Die einzigen Überreste des alten, hölzernen Palastes sind der Marmorkiosk, der Tunnel, sowie das grosse Wasserbecken auf der oberen Terasse.
Der Ahır Köşk (Stall) ist ein fazsinierendes Beispiel der osmanischen Staelle und der einzige Bau, der originalgetreu wiederaufgebaut wurde.
Der alte Küstenweg wurde zur Zeit von Mahmut II (1808-1839) gebaut, damit der Palast nicht von dem terassenartigen Garten getrennt wurde. Somit ist es ein einmaliges Exemplar, da andere Palaeste und Residenzen durch Brücken mit ihren Gaerten verbunden werden. Dieser Tunnel wird heute als Cafehaus und Kaufstelle für Bücher, Postkarten und Souvenirs für Touristen benutzt. In den Gaerten können auch private Empfaenge organisiert werden.


