Mein Leben in Çýralý, wie kann man so eine umwerfende Schönheit mit Worten
beschreiben? Es kann nur als ein sehr vereinfachter Lebensstil, weit weg von
dem Laerm und von der Beschmutzung der Grossstaedte, beschrieben werden.
Mein Name ist Carrie und ich lebe seit 6 Jahren in der Türkei, seitdem wir,
ich und meine Familie aus Calgary, Kanada, hierher umgesiedelt sind. Ich geniesse
das Vorrecht, in einem solch atemberaubenden Gebiet der Türkei mit meiner Familie
zusammen leben zu können. Sie werden fragen, wo die phaenomenale Schönheit ist.
Hier, in Çýralý.
Mein Mann Þaban besitzt und leitet unser Familienhotel Canada Hotel
und unser Restaurant Deniz Pide/Pizza hier in Çýralý. Wir verbringen
die Wochenenden und Sommerferien auch hier weit weg von Antalya.
Çýralý ist der Name eines Dorfes in der Naehe von der antiken Stadt Olympos,
mit den süsslich riechenden Orangengaerten und einem weiten und unzerstörten
Strand. Çýralý und Olympos befinden sich in dem Olympos National Park, der 80
km. südwestlich von Antalya, zwischen Kemer und Kumluca liegt. Nach dem Sie
den Phaselis auf der Antalya - Kumluca Strasse vorbeigefahren sind, zeigt ein
Schild den Weg und nach 7 km erreichen Sie Çýralý.
Bei der Fahrt auf dieser engen und kurvigen Landstrasse werden Sie sofort von
den wunderschönen Aussichten, von den Klaengen und Gerüchen, die die natürlichen
Waelder verursachen, begrüsst. Waehrend der Wintermonate und im Frühling fliesst
das Flüsschen reissend auf der linken Seite der Strasse. Beim Weiterfahren auf
der Landstrasse werden Sie die Haeuser der Einheimischen mit den bemerkenswerten
Gaerten sehen. Wenn Sie die Mitte des Dorfes erreichen, werden Sie aus dem verrückten
Gewirr der Grossstaedte herausgerissen und in einem anderen Zeitabschnitt zurückversetzt.
Sie werden nur kleine Restaurants, Geschaefte, Hotels und von Familien geführte
Pensionen sehen. Hier bleibt die Zeit einige Momente lang stehen und Sie fühlen
nur ein pures und einfaches Leben, nach dem wir uns alle sehnen.
Einheimische Dorfbewohner, wie meine Schwiegermutter Hatice, pflegen und bauen
eigene Gemüse und Kraeuter an. Natürlich frei von Chemikalien und Hormonen.
Hier wachsen einige Kraeuter wie Majoran, Pfefferminz und Lorbeer wild und bieten
natürliche Düfte an. In dem Garten meiner Schwiegermutter gibt es Orangen-,
Zitronen-, Aepfel-, Pflaumen- und Aprikosenbaeume. Meine Kinder pflücken und
essen frische Früchte gerne. Jede Saison bietet uns hier verschiedene, wunderbare
Geschmaecke. Waehrend der Monate Februar, Maerz und April kann man aus einer
Mischung von Kraeutern zubereitete lokale Speisen essen. Zu dieser Zeit geben
die Orangenbaeume keine Früchte mehr und fangen an zu blühen. Natürliche und
süssliche Parfüme haengen in der Luft und die Gerüche sind fantastisch und überwaeltigend.
Çýralý befindet sich zwischen zwei Gebieten, die unter Umweltschutz stehen.
Nördlich von Çýralý liegt ein Naturpark und ein archaeologisches Gebiet liegt
im Süden. Der Strand ist ungefaehr 3 km lang, ist abgeschlossen und unberührt.
Das Wasser ist kristallklar. Meine Kinder spielen gerne am Strand und haben
auch die Möglichkeit, in einem sicheren und sauberen Ort andere Kinder aus verschiedenen
Laendern zu treffen.
Zu den unzaehlige Schönheiten dieses Orts kann man noch eine hinzufügen. Jaehrlich
zwischen Mai und September kommen die Seeschildkröten (Caretta Caretta) zu diesem
Strand, um ihre Eier zu legen. Sie stehen unter Schutz von der Welt-Föderation
für das Wildleben und von dem Naturschutzverein (Doðal hayatý Koruma Derneði).
Çýralý ist auch als der eigentliche Stadtteil von dem antiken Olympos, das
eine Hafenstadt war, bekannt. Olympos wurde im 2.Jhd gegründet und erlebte ihre
Blütezeit bis zum 15.Jhd.n.Chr. Die antike Stadt liegt auf den beiden Seiten
eines Bachs, der in den Sommermonaten vertrocknet. Das Gebiet ist mit dichtem
Gebüsch bedeckt und hier befinden sich die Ruinen aus der Zeit der Lyzier und
Byzantiner.
Ungefaehr einen Kilometer weit von Olympus kommt man in ein verstecktes Paradies,
das leider weltweit unbekannt ist. Yanartaþ (brennender Stein) ist nur unter
den Einheimischen bekannt. Er ist als Folge einer Naturalgasentweichung entstanden
und die Flammen lodern seit Jahrhunderten zum Himmel.
Der bekannte Mythos von Bellerophontes soll sich hier abgespielt haben. An diesem
Platz herrscht eine besondere Romantik, die den Menschen dazu zwingt, auf den
Hügel zu klettern, um in der Abenddaemmerung dieses Naturwunder anzuschauen.
Im Sommer kommen die Touristenbusse hierher. Ich empfehle Ihnen, Yanartaþ entweder
im Herbst oder im Frühling zu besuchen, da es um diese Jahreszeiten nicht voll
ist.
In der Naehe von Çýralý befindet sich die an Flüssen und Buchten sehr reiche
Ulupýnar Gegend. Ein Spaziergang in Ulupýnar im Sommer ist eine richtige Flucht
vor der geisselnden Hitze. Sie können auch versuchen, in kleinen Teichen mit
eiskaltem Wasser zu schwimmen. Sie können hier auch viele kleine Restaurants
finden, die auf Forellen-Speisen spezialisiert sind.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein Einblick in mein Leben und in die Erfahrungen,
die mich in dem kleinen Dorf Çýralý gefangengenommen haben, geben. In ÇIRALI
findet man die ausgezeichnete Kombination der Geschichte, Kultur und einer unglaublichen
Naturschönheit. Es gibt auf der Welt sehr selten Paradiese mit dieser Kombination.
Diese Qualitaet soll nicht nur für uns, sondern auch für künftige Generationen
bewahrt und geschützt werden.
Mit besten und herzlichsten Grüssen aus Çýralý...
Letzte Kommentare über diesen Artikel
Von
Laura 12.9.2007
Eine Bemerkung zu Hotel Odile in Cirali: Die Preise sind für dortige Verhältnisse überteuert. Daher auch schlecht besucht. Offensichtlich kommt das Personal da auf dumme Gedanken. Es wurden Privatschlüssel aus verschlossenen Koffern gestohlen.
Von
mymerhaba team 8.1.2007
Hallo Ali,
Naehere Informationen und Ergebnisse finden Sie mit der Google- Suche bei www.google.de auf Deutsch oder www.google.com.tr in türkischer Sprache. Schreiben Sie einfach Çýralý oder Cirali. Viel Spass!!!
Von
ali özakýn 7.1.2007
haben sie mehr fotos von ihrem paradies ? ich möchte sehr gerne mein urlaub , mit meiner familie , in ihren hotel verbringen. natürlich müssten sie mir die beste jahreszeit empfehlen. also keine mosquýtos und keine schwüle hitze. wie waeres mit mit anfang juni. und wie sind euro preise.
Von
Tobias 22.11.2006
Entschuldigung, im Text sind einige Fehler. Es muss natürlich heißen: archaeological site und Luft statt Lust (da ich häufig als Junggeselle in Cirali war, trifft Letzteres wahrscheinlich ebenso zu ...).
Vielen Dank.
P.S. Noch ein kurzer Kommentar zu einigen Kritikern Ciralis. Ich finde auch, dass jeder den Urlaub machen sollte, den er möchte. Für diejenigen, die High Life lieben ist Cirali nichts. Eher schon das benachbarte Olympos am anderen Ende des Strandes mit den Jugend-okkupierten Treehouse-Pensionen und mittlerweile mehreren Clubs. Allerdings ist auch nicht so, dass Cirali nur etwas für Pensionäre wäre. Ich bin 34 und war mit 28 das ersgte Mal in Cirali und ich habe die Ruhe genossen. Bei Taflis-Spielen, gemeinsamen Essen, Fußballgucken und Zeitunglesen habe ich genau die Ruhe und den Austausch gefunden, den ich mir wünsche. Wer sich ein wenig für das soziale Leben in Cirali resp. in einem türkischen Dorf interessiert, der kann hier einiges erleben. Allerdings sollte er sich keiner Gutmenschenillusion hingeben. In Cirali gibt es genauso angenehme, ehrliche und interessante wie unangenehme, hinterhältige und langweilige Menschen wie an vielen vergleichbaren ORten dieser Welt. Habe so einige Geschichten gehört. Aber das, mit Verlaub, ist normal. Trotzdem war und ist Cirali noch ein angenehmer Rückzugsort für mich. Mal gucken, wie es weiter geht ...
Von
Tobias 22.11.2006
Hallo Carrie, vielen Dank für deinen Artikel. Ich selbst war seit 2000 insgesamt viermal in Cirali. Ich habe es geliebt, in den Treehouses der Olympia Lodge zu wohnen, den Seewind und die Lust genossen. Cirali war bisher so etwas wie ein verlängertes Wohnzimmer. Einige Leute kenne ich bereits ganz gut (etwa Hasan Kütle ...) und ich fühle mich jedes Jahr sehr willkommen. Allerdings: Bevor ich meinen Zweijahres-Arbeitsvertrag angetreten und zudem geheiratet habe, wollte ich Anfang Juni die letzten sieben Tage meines Junggesellendaseins in Cirali verbringen. Wie immer wurde ich aus Antalya abgeholt. Die offenen Arme der Vertrautheit empfingen mich. Doch dann merkte ich bald, dass zusehends mehr Boote mit ihrer Kawoom-Musik vor dem Strand ankerten, die Entertainment-Touristen aus Antalya, Kemer etc. mitbrachten und der Ruhe einen Streich spielten. Viele Dorfbewohner waren sauer, wie ich auf einer Dorfversammlung, zu der mich eine Frau ebenfalls einlud, erfahren habe. Zudem soll Cirali jetzt eine verbreiterte Straße am Strand bekommen, angeblich um den Touristen aus Antalya einen besseren Zugang zu ermöglichen. Doch wer alle Sinne beieinander hat, weiß, dass das das Ende der Idylle sein wird. Die Tür zum vermassten Tourismus ist geöffnet. Die Bewohner Ciralis würden nur zum Teil etwas davon haben, da sie gegen die finanzstarken Immobilienhaie und Hotelbesitzer keine Chance haben und sich höchstens als kleine Dienstleister (Taxifahrer, Küchengehilfen etc.) verdingen dürften. - Wie dem auch sei. Die Bewohner Ciralis wollen sich wehren und sie haben Unterstützung verdient. Das Naturschutzgebiet sollte Naturschiutzgebiet bleiben, ebenso archeological site. Das heißt nicht, dass sich Cirali nicht modernisieren muss. Wenn man den Massentourismus in Abstand halten will, sollte Cirali auf einen naturbelassenen, aber nicht minder komfortablen Tourismus setzen, für den gerade die gehobene Mittel- und Oberschicht resp. auc hdie Bildungsschicht mehr zu zahlen bereit ist resp. mehr zahlen kann. Ein gutes Beispiel bieten das Hotel Odile und das luxuriöse Hotel ganz links am Strand kurz vor den Felsen. Daneben sollte es beim Lodge-Tourismus bleiben, der Leute anzieht, die gerne im Treehouse oder in kleinen Pensionen zu niedrigeren Preisen wohnen ... Das nur als kleine Gedankengänge. Ich werde entweder 2007 oder 2008 in meinem Urlaub nach Europa fliegen und wahrscheinlich mit meiner Frau einen Ausflug nach Cirali machen. Ich bin gespannt, wie es dort aussehen wird. Ich erwarte alles ...
Von
Sabrina Hartmann-Akbulut 4.7.2006
Ich kann nur sagen, CIRALI ist ein Traum! Natürlich ist es nichts für Menschen die Trubel brauchen, solche fahren besser nach Kemer, jedoch für alle anderen aktiven Menschen ist CIRALI ein Traum!!!
Ich bin auch nicht Rentner, habe jedoch dort viele Freunde gefunden und hatte dadurch viel zu tun dort und genügend Unterhaltung. Außerdem läuft in einigen Pensionen eigenes traditionelles Programm abends. ICH LIEBE CIRALI und die Menschen die dort leben, besonders meinen Ehemann und seine Familie!!!!!!!!!!!!!!!
Ich empfehle jedem Cirali der Natur, Kultur und Menschen liebt!
Von
RenateS 4.7.2006
Ich kenne Cirali auch sehr gut, weil meine Freundin dort einige Zeit gelebt hat und ich sie oft, auch über Monate, besucht habe. Die Landschaft und die alten Ruinen mit ihren tollen Mosaiken, die Sarkopharge usw. sind wirklich toll und interessant. Nach einiger Zeit kennt man aber alles. Wenn wenigstens ein Dolmus fahren würde, käme man auch mal weg aus der Idylle, aber leider gibts den dort nicht. Taxi nach Tekirova oder Kumluca ist einfach auf Dauer zu teuer. Wirklich ein Rentnerparadies, falls es denen nicht auch zu langweilig wird. Liebe Carrie, wenn man ein Fahrzeug zur Verfügung hat, dort lebt und auch mal ausbrechen kann, mag Cirli der Himmel auf Erden sein, aber für Urlaub - nein danke.
Von
sophie von Boeckmann 14.5.2006
Hallo Carrie,
Sie haben vollkommen recht, Cirali ist ein kleines Paradies für Menschen mit einem Verständnis für Natur und Ruhe. Abseits der Touristen Hochburgen wie Antalya oder Kemer.
Ich war in dem wunderschönem kleinen Hotel Anatolia-Resort, und wenn ich die Zeit hätte würde ich so oft wie möglich nach Cirali Fliegen. Aber eine Sache muss ich noch los werden, leider sind die Forellen in Ulupinar, Zucht Forellen und voll gepumpt mit Antibiotika und irgenwelchem Wachstumsfutter. ( lt. Züchter in Ulupinar) Die Orangen, Zitronen und auch das Gemüse ist verseucht mit Spritzmitteln und Hochleistungsdüngern. Schauen Sie einfach mal unter die Orangenbäume, genau dort wo gedüngt wurde wächst auch das Unkraut unter den Bäumen besser. Also nichts mit Bio und so, leider. Es mag sein das vereinzelte Dorfbewohner ( auch der Besitzer von Anatolia Resort, nur natürliche Düngemittel (Schafs- und Ziegenkot) nehmen, aber für die meisten Dorfbewohner ist es zu teuer.
Nichts desto trotz sollte man diese wunderschöne Gegend genießen, man weiß nicht wie lange es noch unberührt schön bleibt.
Liebe Grüße Sophie
Von
Johannes 27.2.2006
Ja, ich kann Elif da zustimmen. Ich war auch schon sehr oft in Cirali. Man muss sich genau überlegen was man will. Ich war oft mit meinen kleinen Kindern dort und sie hatten sehr viel Spaß am Strand, am Fluss, in den Bergen und vor allem an den ewigen Feuern. Heute nachdem die Kinder groß sind, würde ich mit ihnen nicht mehr so lange hinfahren. Dagegen finde ich persönlich es gar nicht langweilig dort. Ich wandere sehr gerne und bummele gerne in alten Städten herum. Da ist Cirali ideal. Und die Aussicht am Strand auf die grünen Berge mit dem oft weißen Tahtali Dag ist sicher einer der schönsten der Türkei.
Aber Elif warnt zu Recht: nichts für Teenager.
Von
Elif 8.8.2005
.....ich wollt damit nur sagen wer urlaub machen will und nicht rein garnichts erleben will und einfach nur ausspannen möchte, den würde cirali sehr gefallen. Ich zum beispiel war mit meiner freundin dort und wollten abends mal was unternehmen, aber nein es gibt da ja nichts. Und wir hatten auch nicht die gelegenheit nach kemer, antalya etc zu fahren. Also bittel liebe rentner und alle älteren leuet die die natur geniessen wollen und einfach nur ausspannen wollen, cirali ist der beste ort dazu. aber für allen anderen die ein bisschen jünger sind und spaß haben wollen, fahrt bitte woanders hin! Mal so am strand liegen in ciarli ist toll aber mehr nicht. Fahrt zum beispiel nach icmeler.....
Von
Elif 8.8.2005
Hallo Carrie! ich finde ihren artikel richtig toll und das was sie dort geschrieben haben trifft auch zu, aber meiner meinung nach ist es garnicht sotoll dort. Ich war jetzt öfters dort, gezwungen durch meine mutter und es war naja ich will jetzt nicht übertreiben, der schlimmste aufenthalt in der türkei. Und glauben sie mir ich war schon oft dort! Nun ich meine ja nur, dass da nichts los ist. Rein garnichts. Tagein und tagaus das gleiche. Ich will jetzt auch nicht behaupten dass ich so eine bin die den trubel braucht aber in cirali ist ja nichts. Einige cafes, pansionen und ein paar märkte. Das wars. Ich weißnicht aber irgendwas fehlt cirali. Ich finde dass es da wie sie sagten dass es da schön aussieht und dass es weit weit weg von all dem lärm ist. Man kann ja nicht einfach mal weg fahren, denn antalya zum beispiel ist 2 stunden entfernt. Die nächste stadt ist kemer aber ich glaube viele leute die nach cirali fahren
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